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Was ist eine emotionale Dysregulation?

Emotionale Achterbahnfahrten sind etwas, was wir alle kennen – die Höhen und Tiefen des Lebens, die uns auf und ab treiben. Was aber, wenn diese Gefühle außer Kontrolle geraten und wir uns auf einer emotionalen Achterbahn befinden, die uns scheinbar gefangen hält? In unserer hektischen Welt, die von Stress und ständiger Ablenkung geprägt ist, kann die Fähigkeit, unsere Emotionen zu regulieren, zu einer echten Herausforderung werden. Die Auswirkungen der emotionalen Dysregulation sind weitreichend und können unser tägliches Leben, unsere Beziehungen und unsere psychische Gesundheit stark beeinträchtigen. In diesem Artikel möchten wir mit Ihnen in die Welt der emotionalen Dysregulation eintauchen.

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Definition und Bedeutung

Definition und Bedeutung des Wortes Emotionale Dysregulation die man so in einem Buch nicht findet

Die Entwicklung einer normalen Emotionsregulation führt zu einer erfolgreichen Anpassung an die Anforderungen der Umwelt (D’Agostino et al., 2017). Emotionsregulation bedeutet, dass auf Erfahrungen und Anforderungen aus der Umwelt mit einem sozial verträglichen, flexiblen und aufschiebbaren Spektrum von Emotionen reagiert werden kann (Cole et al., 1994). Gelingt dies nicht, kann von emotionaler Dysregulation gesprochen werden. Genauer wird die emotionale Dysregulation als ein Muster emotionalen Erlebens oder Ausdrucks definiert, das eine zielgerichtete Aktivität beeinträchtigt (Thomson, 2019).

Symptome

Niedergeschlagenheit ist eines der Symptome der emotionalen Dysregulation

Es gibt eine Vielzahl von Symptomen, die mit emotionalen Zuständen in Verbindung gebracht werden. Nach Cole et al. (1994) gehören dazu:

  • unangemessener Affekt
  • chronische Sorgen oder Anspannung
  • abgeschwächte Emotionen oder Vermeidung
  • Verengung des Affekts
  • unvorhersehbare Schwankungen zwischen Emotionslosigkeit und Wutanfällen
  • Euphorie
  • Niedergeschlagenheit
  • Dominanz einer Emotion und relative Abwesenheit einer anderen
  • anhaltende negative Emotionen

Gratz und Roemer (2004) haben dazu sechs Faktoren identifiziert, die emotionale Dysregulation beschreiben:

  • Faktor 1 - Mangelnde Akzeptanz emotionaler Reaktionen: Auf eigene negative Emotionen reagiert eine Person nicht akzeptierend. 
  • Faktor 2 - Schwierigkeiten zielgerichtet zu handeln: Wenn negative Emotionen vorhanden sind, bestehen Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder Aufgaben zu erledigen.
  • Faktor 3 - Schwierigkeiten bei der Impulskontrolle: Schwierigkeiten, das eigene Verhalten zu kontrollieren, wenn negative Emotionen erlebt werden.  
  • Faktor 4 - Mangelndes emotionales Bewusstsein: Tendenz, Emotionen nicht wahrzunehmen oder zu erkennen. 
  • Faktor 5 - Eingeschränkter Zugang zur Emotionsregulation: Überzeugung, dass wenig getan werden kann, um Emotionen effektiv zu regulieren, wenn eine Person wütend ist.
  • Faktor 6 - Mangel an emotionaler Klarheit: das fehlende Wissen um die Emotionen, die eine Person erlebt und die Fähigkeit, sich dieser Emotionen bewusst zu sein. 

Ursachen

Ursachen der emotionalen Dysregulation können in der Kindheit liegen

Emotionale Dysregulation hat nicht nur eine Ursache. So kann eine Vielzahl von Ursachen zu emotionaler Dysregulation führen. Darüber hinaus kann sich emotionale Dysregulation sowohl in der Kindheit als auch im Erwachsenenalter entwickeln (Cole et al., 1994). 

Im Folgenden werden einige Punkte aufgeführt, die zur Entwicklung emotionaler Dysregulation beitragen können (Cole et al., 1994):

  • Internaler Stress: Wenn Emotionen dysreguliert sind, kann hoher internaler Stress eine Ursache sein. Ein Beispiel hierfür ist der unsicher-vermeidende Bindungsstil, der mit einem erhöhten Spiegel des Stresshormons einhergeht. 
  • Kognitive Entwicklung: Diese beeinflusst, inwieweit emotionale Ereignisse wahrgenommen und verstanden werden. Dazu gehört auch die Entwicklung von Fähigkeiten wie der Selbstwahrnehmung. 
  • Soziale Entwicklung: Durch Prozesse wie Modelllernen, Geschlechtsrollenmodelle und kulturelle Darstellungsregeln lernen Kinder, welche Emotionen in welchem Kontext angemessen sind. Kinder lernen auch, dass der Ausdruck bestimmter Emotionen eine kommunikative Funktion haben kann. Stellen Sie sich ein Kind vor, das immer weint, wenn es keine Süßigkeiten bekommt. Wenn die Eltern dann Süßigkeiten geben, lernt das Kind, dass es durch Weinen bekommen kann, was es will.

Emotionale Dysregulation Test

Mit einem Emotionale Dysregulation Test bekommt man Klarheit ob man darunter leidet oder nicht

Zur Diagnostik von emotionaler Dysregulation können verschiedene Fragebögen eingesetzt werden. Wir möchten Ihnen die Emotional Processing Scale und die Emotion Regulation Scale vorstellen.

Emotional Processing Scale 

Die Emotional Processing Scale identifiziert und quantifiziert gesunde und ungesunde emotionale Verarbeitungsstile. Der Fragebogen besteht aus 25 Items und ist sehr zuverlässig (Gurr et al., 2018). 

Difficulties in Emotion Regulation Scale (DERS)

Hierbei handelt es sich um eine Skala, die Schwierigkeiten in der Emotionsregulation mit multidimensionalen Faktoren operationalisiert. Die Skala besteht aus 41 Items. Die interne Konsistenz der Skala ist hoch, was darauf hindeutet, dass eine hohe Messgenauigkeit gegeben ist (Gratz & Roemer, 2004). 

Das Thema Wut & Impulsivität in den Medien
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Definition und Bedeutung

Definition und Bedeutung des Wortes Emotionale Dysregulation die man so in einem Buch nicht findet

Die Entwicklung einer normalen Emotionsregulation führt zu einer erfolgreichen Anpassung an die Anforderungen der Umwelt (D’Agostino et al., 2017). Emotionsregulation bedeutet, dass auf Erfahrungen und Anforderungen aus der Umwelt mit einem sozial verträglichen, flexiblen und aufschiebbaren Spektrum von Emotionen reagiert werden kann (Cole et al., 1994). Gelingt dies nicht, kann von emotionaler Dysregulation gesprochen werden. Genauer wird die emotionale Dysregulation als ein Muster emotionalen Erlebens oder Ausdrucks definiert, das eine zielgerichtete Aktivität beeinträchtigt (Thomson, 2019).

Symptome

Niedergeschlagenheit ist eines der Symptome der emotionalen Dysregulation

Es gibt eine Vielzahl von Symptomen, die mit emotionalen Zuständen in Verbindung gebracht werden. Nach Cole et al. (1994) gehören dazu:

  • unangemessener Affekt
  • chronische Sorgen oder Anspannung
  • abgeschwächte Emotionen oder Vermeidung
  • Verengung des Affekts
  • unvorhersehbare Schwankungen zwischen Emotionslosigkeit und Wutanfällen
  • Euphorie
  • Niedergeschlagenheit
  • Dominanz einer Emotion und relative Abwesenheit einer anderen
  • anhaltende negative Emotionen

Gratz und Roemer (2004) haben dazu sechs Faktoren identifiziert, die emotionale Dysregulation beschreiben:

  • Faktor 1 - Mangelnde Akzeptanz emotionaler Reaktionen: Auf eigene negative Emotionen reagiert eine Person nicht akzeptierend. 
  • Faktor 2 - Schwierigkeiten zielgerichtet zu handeln: Wenn negative Emotionen vorhanden sind, bestehen Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder Aufgaben zu erledigen.
  • Faktor 3 - Schwierigkeiten bei der Impulskontrolle: Schwierigkeiten, das eigene Verhalten zu kontrollieren, wenn negative Emotionen erlebt werden.  
  • Faktor 4 - Mangelndes emotionales Bewusstsein: Tendenz, Emotionen nicht wahrzunehmen oder zu erkennen. 
  • Faktor 5 - Eingeschränkter Zugang zur Emotionsregulation: Überzeugung, dass wenig getan werden kann, um Emotionen effektiv zu regulieren, wenn eine Person wütend ist.
  • Faktor 6 - Mangel an emotionaler Klarheit: das fehlende Wissen um die Emotionen, die eine Person erlebt und die Fähigkeit, sich dieser Emotionen bewusst zu sein. 

Ursachen

Ursachen der emotionalen Dysregulation können in der Kindheit liegen

Emotionale Dysregulation hat nicht nur eine Ursache. So kann eine Vielzahl von Ursachen zu emotionaler Dysregulation führen. Darüber hinaus kann sich emotionale Dysregulation sowohl in der Kindheit als auch im Erwachsenenalter entwickeln (Cole et al., 1994). 

Im Folgenden werden einige Punkte aufgeführt, die zur Entwicklung emotionaler Dysregulation beitragen können (Cole et al., 1994):

  • Internaler Stress: Wenn Emotionen dysreguliert sind, kann hoher internaler Stress eine Ursache sein. Ein Beispiel hierfür ist der unsicher-vermeidende Bindungsstil, der mit einem erhöhten Spiegel des Stresshormons einhergeht. 
  • Kognitive Entwicklung: Diese beeinflusst, inwieweit emotionale Ereignisse wahrgenommen und verstanden werden. Dazu gehört auch die Entwicklung von Fähigkeiten wie der Selbstwahrnehmung. 
  • Soziale Entwicklung: Durch Prozesse wie Modelllernen, Geschlechtsrollenmodelle und kulturelle Darstellungsregeln lernen Kinder, welche Emotionen in welchem Kontext angemessen sind. Kinder lernen auch, dass der Ausdruck bestimmter Emotionen eine kommunikative Funktion haben kann. Stellen Sie sich ein Kind vor, das immer weint, wenn es keine Süßigkeiten bekommt. Wenn die Eltern dann Süßigkeiten geben, lernt das Kind, dass es durch Weinen bekommen kann, was es will.

Emotionale Dysregulation Test

Mit einem Emotionale Dysregulation Test bekommt man Klarheit ob man darunter leidet oder nicht

Zur Diagnostik von emotionaler Dysregulation können verschiedene Fragebögen eingesetzt werden. Wir möchten Ihnen die Emotional Processing Scale und die Emotion Regulation Scale vorstellen.

Emotional Processing Scale 

Die Emotional Processing Scale identifiziert und quantifiziert gesunde und ungesunde emotionale Verarbeitungsstile. Der Fragebogen besteht aus 25 Items und ist sehr zuverlässig (Gurr et al., 2018). 

Difficulties in Emotion Regulation Scale (DERS)

Hierbei handelt es sich um eine Skala, die Schwierigkeiten in der Emotionsregulation mit multidimensionalen Faktoren operationalisiert. Die Skala besteht aus 41 Items. Die interne Konsistenz der Skala ist hoch, was darauf hindeutet, dass eine hohe Messgenauigkeit gegeben ist (Gratz & Roemer, 2004). 

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Über die Autoren
Katrin Hoster

Katrin Hoster ist zertifizierte NLPlerin, Headcoach und einer der beiden Gründer der Wut Coaches. Als erfahrener Coach im Bereich Aggressionsbewältigung hat sie sich seit 2018 voll und ganz auf das Thema Wut und Aggression spezialisiert und kann auf einen großen Erfahrungsschatz mit mehreren 1000 Wut- und Aggressionsklienten zurück blicken.

Ferdinand Kirchhof

Ferdinand Kirchhof ist Psychologe (M.Sc.). Er arbeitet bei den Wut Coaches als psychologischer und wissenschaftlicher Berater und seine Expertise fließt sowohl in unser Coaching als auch in unsere Veröffentlichungen. Er ist der Co-Autor dieses Artikels, zusammen mit Katrin Hoster als Autorin.

Kerstin Bickert

Kerstin Bickert ist Psychologin (B.Sc.) und Sozialpädagogin (B.A.). Sie arbeitet bei den Wut Coaches als psychologische und wissenschaftliche Beraterin und ihre Expertise fließt sowohl in unser Coaching als auch in unsere Veröffentlichungen. Sie ist die Autorin dieses Artikels, zusammen mit Katrin Hoster als Co-Autorin.

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